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Allgemein

„Mein:e Mama/Papa macht es aber besser!“ Oder: Warum Kinder ihre Entfremder:innen glorifizieren.

12. Dezember 2020

Der/Die allgegenwärtige:r Entfremder:in.

Das Verhalten entfremdeter Kinder ist sehr vielfältig, deshalb halte ich es für sinnvoll, einzelnen Verhaltensweisen jeweils separate Artikel zu widmen. In diesem Beitrag wird das recht weit verbreitete Phänomen beschrieben, dass
entfremdete Kinder dazu neigen, insbesondere in schönen und harmonischen Situationen während des Umgangs,
den betreuenden Elternteil überdurchschnittlich häufig und auf eine bestimmte,
glorifizierende und dabei häufig aggressive, herausfordernde Art zu erwähnen.
Die Motivation des Kindes und auch Impulse für einen gelassenen und für des Kind konstruktiven
Umgang damit werden in diesem Artikel dargestellt.


Eine anonymisierte Beispiel-Situation.

Sie gehen mit Ihrem Kind oder ihren Kindern während des Umgangs in den
Zoo. Das Kind hat viel Spaß, glücklich schaut es sich die Tiere an, stellt Fragen… und möchte
plötzlich ein Eis. An sich eine Standard-Situation.

Sie gehen also zum Eiswagen und das Kind darf ein Eis wählen.
Soweit so gut. Das Kind packt das Eis aus und dann geht es plötzlich, ohne
jeglichen Zusammenhang los: „Meine Mama/mein Papa (je nachdem, wer der
betreuende Elternteil ist) hätte auch dieses Eis gewählt. Sie/er liebt dieses Eis
und kauft das auch immer. Und als wir das letzte Mal mit Mama/Papa im Park waren, hat uns Mama/Papa auch dieses Eis
gekauft, und da war das Eis noch viel größer als jetzt, und viel, viel besser war es, und da hat Mama/Papa mir sogar zwei davon gekauft. Mama/Papa kauft mir viel öfter Eis als du, und das schmeckt auch viel besser… “

Und so weiter, ohne eine Pause, um Luft zu holen.


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Foto: cre8tivehome0 auf Pixabay

An dieser Stelle könnte man natürlich sagen: eine völlig normale Aussage. Es ist völlig normal, wenn
das Kind über einen Elternteil spricht, der gerade nicht anwesend ist.
Natürlich. Wäre da nicht dieser spezielle
Gesichtsausdruck des Kindes. Die unruhige, zuckende Körpersprache. Der prüfende
Blick, mit dem es die Wirkung seiner Worte auf Sie beobachtet. Die spezielle Intonation (Betonung) des Wortes Mama/Papa, die schon an sich die Intention (Absicht) verrät.
Die mehrmalige Wiederholung dieser Aussage, obwohl sie bereits beim ersten Mal Ihrerseits zur Kenntnis genommen wurde.
Dieses Beharren, dass bei Mama/Papa das Eis, ja, das Leben viel besser sei. Der
fade Beigeschmack, den diese Aussage bei Ihnen hinterlässt und dieses
Bauchgefühl, dass da einfach etwas nicht stimmt.

Es
ist in der Tat so, dass bei Aussagen dieser Art etwas nicht stimmt – Sie können Ihrem Bauchgefühl
vertrauen. Die Aussage per se ist zwar völlig normal, allerdings, wenn wir es mit einem Kind zu tun haben, dass regelmäßig
entfremdet wird oder bereits größtenteils entfremdet wurde, ist das Ganze aus einer anderen Perspektive zu betrachten.


Wie es zu diesem Verhaltensmuster des entfremdeten Kindes kommt.


Für ein entfremdetes Kind hat jedes positive Erlebnis beim Umgangs-Elternteil
immer einen negativen Beigeschmack, ausgelöst durch den Loyalitätskonflikt, der
vom betreuenden Elternteil entfachtet und systematisch gefüttert wird. Das
entfremdete Kind bekommt vom betreuenden Elternteil stets eingetrichtert, dass
der Umgangs-Elternteil böse ist.

Deshalb
ist jede schöne Situation für ein entfremdetes Kind eine emotionale Gratwanderung. Auf
das Kind prallen hier zwei Kräfte aufeinander, die das Kind auch versucht,
auszubalancieren: es hat einerseits ein positives Erlebnis beim
Umgangs-Elternteil. Das ist die eine Kraft. Die andere Kraft ist allerdings das
Bewusstsein, dass der betreuende Elternteil immer wieder sagt oder anderweitig vermittelt,
der Umgangs-Elternteil sei böse. Das Kind stellt sich automatisch die Frage:
wie kann es also sein, dass ich hier und jetzt glücklich bin? Es fühlt sich
sehr gut an, aber es kann nicht sein, denn der Umgangs Elternteil ist doch
böse.

Hier
entsteht ein spezieller, momentbezogener, situationsbezogener Loyalitätskonflikt:
Eine innere Zerrissenheit zwischen der eigenen Wahrnehmung, die in diesem Fall
sehr positiv ist, und zwischen dem, was der betreuende Elternteil für seine
eigene Wahrheit hält, also für die gefühlte Wahrheit des Entfremders/der
Entfremderin,  die dem Kind immer wieder
als ein Doktrin eingetrichtert wird.

Entfremdete Kinder misstrauen ihren eigenen Gefühlen.


Die wirklich verheerende Folge davon ist: eine solche Indoktrinierung seitens des manipulierenden Elternteils bewirkt,
dass das Kind beginnt, seinen eigenen Gefühlen zu misstrauen. Das Kind ist zerrissen
zwischen dem Bauchgefühl, zwischen der eigenen gefühlten Wahrheit (mir geht es
gut gerade, ich bin glücklich bei meinem Umgangs-Elternteil, ich empfinde
Freude Geborgenheit und Liebe) und zwischen dem Kopf, der sich stets dazwischen
schaltet, und die Doktrin abruft: das kann eigentlich gar nicht sein, was ich
fühle, das kann kein Glück sein, weil doch der Umgangselternteil böse ist.

Aber
das ist nur die Oberfläche.

Die
innere Zerrissenheit betrifft auch das Gefühl der Liebe: wie kann es sein, dass
ich in diesem Moment zu viel Liebe zu dem Umgangs-Elternteil empfinde? Mal
angenommen, der Umgangs-Elternteil ist der Papa (in Übereinstimmung mit den
aktuellen Statistiken leben 9 von 10 Trennungskindern bei ihren Müttern). Wie Papa
liebt Mama doch nicht mehr. Aber ich bin doch ein Teil von Mama. Wenn Papa Mama
nicht mehr liebt, dann liebte auch einen Teil von mir nicht, den Teil, der von
meiner Mama kommt, den lehnt er bei mir ab. Mama wiederum lehnt den Teil an mir
ab, der vom Papa stammt. Also bin ich insgesamt nicht liebenswert. Oder doch?
Die beiden sagen doch, sie lieben mich. Wie kann es aber sein, wenn sie jeweils
einen Teil von mir ablehnen? Die zwei Teile sind es, sie machen mein ganzes ICH
aus.

Emotionale Höchstleistung des entfremdeten Kindes.

Das
Kind erbringt hier eine emotionale Höchstleistung:

Die
Erwähnung des anderen Elternteils stellt in diesem Moment zum einen Rettungsanker für das Kind dar. Und das funktioniert in etwa so:

Zum
einen ermahnt das Kind sich praktisch selbst. Ich darf hier nicht glücklich
sein, weil dieser Elternteil doch böse ist, also erwähne ich den betreuenden
Elternteil und stelle dar, wie toll es dort ist und was wir, der betreuende Elternteil und ich, alles gemeinsam
haben. Und wenn sich der Umgangselternteil darüber ärgert – umso besser, dann
ist prompt der Beweis da, dass er/sie böse ist, dann fühle ich mich bestätigt
und wieder auf sicherem Terrain.
Das Kind stellt damit die alte Ordnung wieder her, so wie es als Ordnung vom
betreuenden Elternteil kennt und in der es die meiste Zeit  (über-)leben muss.

Zum anderen hat die Erwähnung des betreuenden Elternteils noch zwei weitere Funktionen, die angesichts
der Umstände eher die Tragik des Vorhabens unterstreichen:

Erstens:
Das Kind versucht durch sein Verhalten gleichzeitig, das herzustellen, wofür so
viele Erwachsene, die mündige getrennte Eltern sind, plädieren: in dem das Kind
den betreuenden Elternteil erwähnt, startet es während des Umgangs einen
verzweifelten Versuch, beide Eltern, Mama und Papa unter einen Hut zu bringen
und die Widersprüche aufzulösen. Das Kind versucht in dieser Situation, seine
Familie, die in der traditionellen Form nicht mehr existiert, und vermutlich
nie wieder existieren wird, wenigstens gedanklich wiederherzustellen.

Zweitens:
das Kind veruscht, die Anteile vom Vater und von der Mutter und sich selbst zu
akzeptieren, ohne einen davon ablehnen zu müssen – denn genau dazu wird es beim
betreuenden Elternteil gezwungen. Das Kind versucht, sich wieder als Ganzes
fühlen zu dürfen.
Für das Kind und für den Elternteil,
der diesen Prozess in dem Moment begleitet, ist es in diesem Augenblick eine
emotionale Höchstleistung.

Wie kann das Kind in diesem Prozess unterstützt werden?

Viele
von Ihnen probieren immer wieder, eine richtige,
immer funktionierende Strategie zu entwickeln, um diesem Phänomen
entgegenzuwirken. Manche Elternteile berichten mir, sie würden die „Situation aussitzen“ – einfach nicht reagieren und abwarten, bis die Lobesgesänge abbebben. Andere Eltern wiederum erzählen, dass sie ihren Sprösslichen versuchen zu verdeutlichen, dass es völliger Unsinn ist, was die da erzählen, da es das Eis nur in dieser Größe gebe, und außerdem gebe es bei Mama/Papa Eis nur an Feiertagen. Der/die eine:r oder andere:r spricht auch schon mal ein lauteres Machtwort – das Kind sei jetzt hier, nicht beim anderen Elternteil, und das reiche jetzt.
Dass diese Reaktionen keine zufriedenstellende Wirkung/Lösung herbeiführen, liegt irgendwie auf der Hand.

Meiner beruflichen Erfahrung als PAS-Coach nach (und auch aus der persönlichen Erfahrung!) liegt der Knackpunkt genau in den Versuchen, der Situation mit Logik entgegen zu wirken.

Tipp: bloß nicht entgegenwirken.
Das Kind wird seine Meinung und seine Rettungsmethoden behalten wollen, weil es die einzige Sicherheit
ist, sein Anker, den es in diesem Moment – und häufig auch im gesamten Leben  – besitzt. Das Kind, egal in welchem Alter,
wird sich nicht auf eine gegensätzliche (Ihre) Meinung einlassen, allein deshalb, was
ziemlich logisch erscheint, weil es wieder zurück zum betreuenden Elternteil
zurück muss, wo es überleben muss.
Das bedingungslose Mitspielen ist eine Überlebensstrategie des Kindes im Land
des Wahnsinns.

Impuls: Nicht entgegenwirken, sondern auf die Situation einwirken, das heißt, die Situation praktisch gestalten,
indem Sie dem Kind den Raum für seine Gefühle geben, einen sicheren Rahmen setzen
und eine Schnittstelle mit Ihnen selbst anbieten.
Es gibt hierbei keine einzig richtige Strategie, vielmehr können einige Schritte von bedeutung sein, die Sie je nach Situation anwenden können:

Folgende Optionen können Ihnen hierbei helfen:

1.
Wechseln Sie die Perspektive und betrachten Sie dieses Verhalten des Kindes
als Kompliment. Denn: Sie sind es, bei dem das Kind sich traut, den Versuch zu
starten, für die eigenen emotionale Ausgeglichenheit zu sorgen und den
Loyalitätskonflikt anzugehen.

2.
Probieren Sie, das Kind zunächst dort abzuholen, wo es sich gerade befindet –
in seiner Welt voller Zerrisenheit und Unsicherheit –  und es aus diesem Zustand anschließend
herauszubegleiten.
Seien Sie diejenigen, die den Anker werfen. Es ist ein
sinnvoller Weg, denn das Kind fühlt sich auf diese Art nicht mehr allein mit
seinen zwiegespaltenen Wahrnehmungen und Bemühungen. Stattdessen fühlt es sich verstanden – in seinem Bedürfnis nach Liebe, Akzeptanz und
danach, Mutter und Vater haben zu wollen und lieben zu dürfen.
Unabhängig davon, wie schlimm sich der andere Elternteil Ihnen gegenüber und dem Kind verhält – das Kind braucht die
Liebe beider Eltern.
Indem Sie auf das Kind eingehen, werden Sie zu dem Elternteil, der es dem Kind ermöglicht. Sie werden zu dem Elternteil, bei dem das Kind beide Eltern ohne schlechtes Gewissen und mit gutem Gefühl lieben darf.

Wichtig dabei: Ihre Reaktion darf nicht aufgesetzt wirken, sondern muss Substanz haben und eine authentische Schnittstelle bilden zwischen der Warhnehmung und Erfahrung des
Kindes und Ihrer eigenen Wahrnehmung/Erfahrung.

Zeigen Sie also aufrichtiges Interesse an der Aussage des Kindes, erschaffen Sie substantielle Schnittstellen. Damit geben Sie sicheren Raum für die Gefühle
des Kindes.

Nehmen
wir die Situation mit dem Eis. Sie können auf die Aussage Ihres Kindes wie folgt reagieren und den Dialog wie folgt oder ähnlich gestalten:

Kind: „Als Mama/Papa und ich das letzte Mal im Park waren, da haben wir genau
dasselbe Eis gekauft. Mama/Papa liebt dieses Eis…“ und so weiter.

Elternteil:
„Was mag Mama/Papa an dem Eis am liebsten?“

Kind:
„Den Kaugummi-Geschmack!“

Elternteil:
„Da ist doch auch ein echter Kaugummi drin, oder?“

Kind:
“Ja!“

Elternteil: „Magst du auch den Geschmack am liebsten?“

Kind:
„Ne, den Kaugummi selbst!“

Elternteil: „Ich glaube, mir gefällt die Farbe am besten, so schön pink.“

Kind: „Mir der Kaugummi“

Elternteil: „Der ist bestimmt lecker. Kann man Blasen daraus machen?“

Kind: „Ja!“

Elternteil:“Wirklich? Ich kann keine Kaugummiblasen! Oder doch? Ich probiere es
mal. Ich kaufe mir jetzt auch so ein Eis! Mmmmm, das schmeckt wirklich toll,
jetzt kann ich verstehen, warum Mama/Papa das Eis auch mag. Ich kann es kaum
erwarten, den Kaugummi zu probieren.“

Und
so weiter, und so fort. Es ist ein Dialog, der aus der Sicht eines Erwachsenen
wenig Substanz hat – in der Erwachsenenwelt bezeichnen wir Konversationen
dieser Art als Small Talk.  Für ein entfremdetes Kind hat ein solcher Dialog einen essentiellen Stellenwert.

Was geht im
Kind vor, wenn aus seiner Aussage ein konstruktives Gespräch entsteht?

Für
das Kind ist eine solches Gespräch eine natürliche Erlaubnis, beide Welten –
die Mamawelt und die Papawelt miteinander harmonisch verbinden zu dürfen. 

Sie als Elternteil mildern damit – oder beseitigen für einige Augenblicke sogar vollständig – die
innere Zerrissenheit des Kindes. Was im Kind in anschließend vorgeht, ist
heilsam. Das Kind fühlt sich  – sei es nur für wenige Augenblicke – vollständig, es spürt die Schnittstellen, es spürt
die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Elternteilen und sich selbst.
Dass der Gegenstald der Konversation nur ein Eis ist, ist dabei nebensächlich. Indem
der Loyalitätskonflikt für nur wenige Augenblicke auf Eis gelegt wird – hier im
wahrsten Sinne des Wortes – entsteht die erste Substanz für Vertrauen und
Verständnis, mit der künftig weiter gearbeitet werden kann.

Für Nachhaltigkeit sorgen.

Wenn das Kind wieder bei dem betreuenden Elternteil ist, wird seine
innere Zerrissenheit bedauerlicherweise mit großer Sicherheit wieder gefüttert
und gepflegt. Die Entfremder:innen sind da hartnäckig – schließlich geht es um ihr „Eigentum„.

Die
Entfremdungsbemühungen der betreuenden Elternteile werden dadurch nicht verschwinden. Sie werden fortgesetzt oder sogar noch intensiviert, denn die Entfremder fürchten nichts mehr, als das
Reflexionsvermögen und die Souverenität ihrer Sprösslinge.

Sie selbst können ihren Kindern dennoch immer wieder Impulse geben. Bei jeder Gelegenheit, die sich ergibt. Impulse, die sich in diesem Moment stimmig
anfühlen, weil sie beide Eltern und das Kind in Eintracht bringen.

Es
ist eine lohnende Investition, die Ihre Bindung festigt, Ihnen selbst gut tut,
und die Basis für die künftige stabile emotionale Entwicklung des Kindes legt. 

Gern unterstütze ich Sie bei Ihrem Vorhaben und gebe Ihnen individuelle Impulse für den Umgang mit verschiedenen Aussagen und Verhaltensweisen Ihres entfremdeten Kindes/Ihrer Kinder.
Sie erreichen mich unverbindlich und deutschlandweit telefonisch, per WhatsApp oder e-Mail: Kontaktinfos.

Medientipp:

Weil du mir gehörst!“ – Fernsehfilm, ARD 2020

Talkrunde zum Film – ARD, 12.02.2020

Literaturliste:

Eine umfangreiche Liste von Büchern und Artikeln zum Thema Eltern-Kind-Emtfremdung finden Sie in meinem Artikel: Lesetipps.


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„Mein*e Mama/Papa macht es aber besser!“ Oder: Warum Kinder ihre Entfremder*innen glorifizieren.




 

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7 Kommentare zu “„Mein:e Mama/Papa macht es aber besser!“ Oder: Warum Kinder ihre Entfremder:innen glorifizieren.

  1. Anonym

    Auch hier wird wieder der betreuende Elternteil als der manipulierende dargestellt. Aus eigener leidvoller Erfahrung und aus vielen Erfahrungsberichten weiß ich, dass in vielen Fällen der Umgangselternteil der Entfremder ist.

    • Anna Pelz - systemische Therapeutin und PAS-Coach

      Mögen Sie über Ihre Sichtweise und Erfahrung berichten? Sie können mich gern per Mail kontaktieren.

  2. traurigeMama

    Auch mir geht es so, dass der umgangsberechtigte Elternteil nun meine Tochter seit 4 Monaten bei sich hat und sie jeglichen Kontakt zu mir ablehnt..

    • Anna Pelz - systemische Therapeutin und PAS-Coach

      Hallo traurigeMama, vielen Dank für Ihren Kommentar. Seit dieser Artikel online ist, melden sich auf verschiedenen Wegen Personen bei mir, die selbst Betreuungs-Elternteile sind und die mir stets berichten, dass es in ihrem Fall die Umgangs-Elternteile waren und sind, welche die Kinder von ihnen entfremden.
      Es sind definitiv keine Einzelfälle.
      Es melden sich auch mittlerweile erwachsene Kinder, die berichten, dass beide Eltern sie durch Entfremdung für ihren Rosenkrieg missbraucht haben und sie zeitgleich als Waffe benutzten, um es dem jeweils anderen so richtig zu zeigen. Eines dieser erwachsenen Kinder habe ich für den Blog interviewt – die Resonanz war sehr groß.
      Dass die Eltern-Kind-Entfremdung hauptsächlich mit Betreuungs-Elternteilen assoziiert wird, kann daran liegen, dass die Betreuungs-Elternteile mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen (dürfen). Mehr Zeit kann mehr Raum für das Vermitteln und Verfestigen der Entfremdungs-Verhaltensmuster bedeuten.
      Andererseits spielen genug andere Faktoren eine Rolle: beispielsweise das autoritäre Verhalten des Umgangs-Elternteils, sein Durchsetzungsvermögen, sein Charakter, sein Auftreten etc.
      Die pathologische "Qualität" des Verhaltens eines Entfremders oder einer Entfremderin kann die zeitliche Quantität durchaus aufwiegen.

      Ich habe gesehen, dass Sie ganz frisch bei blogger sind. Ich freue mich auf Ihre Geschichten.

    • Anonym

      @traurigeMama Ich habe dieser solcher Situation einige Jahre entgegengewirkt. Und das auch noch bei beachtlicher geografischer Distanz und sehr wenigen, unregelmäßigen Umgängen. War mir aber wichtig dem Kind den Kontakt zum Vater beizubehalten und dem allgegenwärtigen Indoktrinieren "irgendwie Stand zu halten". Oberstes Gebot in mir: Niemals dabei ebenfalls indoktrinieren und fair sachlich zu bleiben.
      Ein "KnochenJob", trotz allem Fachwissen, höchster Sorgfalt, ständiger Aufmerksamkeit um dabei dem Kind natürlich noch alle Vaterliebe vorbehaltlos zukommen zu lassen… nach Jahren siegte endgültig die Papa-Ausgrenzung, Kind "will nun selbst nicht mehr… " und es ist eine Tragödie zu sehen, dass Kind diese neue Abwehrhaltung sich selbst nicht erklären kann. Ich musste zum Schutz des Kindes aufgeben.
      "traurigeMama", ich wünsche Dir genau die Kraft, die ich selbst hatte, aber auch beste, fachliche sensible Unterstützung, die mir leider fehlte.
      Ich finde die Texte von Anna hier sehr, sehr informativ… notfalls wiederholt lesen, denn sie bringen "Wissen" und die Zusammenhänge werden transparenter. Toi, toi !

  3. Findus

    Guten Morgen Anna Pelz,
    ich bin Vater und habe mich Oktober 2020 von meiner Frau getrennt.
    Ich habe eine neue Partnerin und bin von NRW nach MV gezogen.
    Meine Frau verbreitet seitdem Lügen über mich und hat aus meiner Betrachtung meinen Sohn soweit beeinflusst das ich keinen Kontakt mehr zu ihm habe. Seit Dez. 2020 habe ich nichts mehr von ihm gehört.
    Es gab einen Termin beim Familiengericht indem nur gelogen wurde und ich den Rat der Richterin bekommen habe, ich sollte es doch mit Briefen versuchen den Kontakt aufrechtzuerhalten. Mein Sohn lebt mit seiner Mutter in einem Haus welches von mir gebaut wurde. Im unmittelbaren Umfeld lebt nur Ihre Familie.
    Der Kontakt zu meiner Familie wurde abgebrochen.
    Der Junge hat seit 5 Monaten keinen Kontakt zu seiner Oma.
    Die vor der Trennung einen sehr guten Kontakt zu ihrem Enkel hatte.
    Ich bin mittlerweile ratlos und mich treibt die Angst um dass je mehr Zeit vergeht in der ich keinen Kontakt habe es immer schwieriger wird. Ich habe anscheinend keine Rechte – auch das Jugendamt konnte mir nicht weiterhelfen. Ihre Anwältin hat mich in Briefen denunziert und mit Anschuldigungen konfrontiert die nicht mehr zu überbieten sind.
    Ich liebe meinen Sohn aber er hat sich noch nicht mal gemeldet als ich im Krankenhaus lag. Die Einflussnahme durch die Mutter und ihrer Familie ist enorm.
    Vielleicht haben Sie einen Rat wie ich mich weiter verhalten kann.

    Mit freundlichem Gruß
    Detlef Kuhn

    • Anna Pelz - systemische Therapeutin und PAS-Coach

      Hallo Herr Kuhn, ich sehe hier einige Baustellen, die zeitgleich angegangen werden können. Gern kann ich in einem unverbindlichen und kostenlosen Vorgespräch meine Ideen schildern. Melden Sie sich einfach per WhatsApp, dann können wir einen Termin für ein Vorgespräch vereinbaren.


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