
Anna Pelz, M.A.
Systemische Therapeutin – systemisch-analytische Fachberatung
Fachberatung bei Eltern Kind Entfremdung
Für betroffene Elternteile, Fachkräfte und Familienmitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, telefonisch und online
1. Kommunikationssteuerung Kommunikation mit dem Kind sowie mit Fachkräften und Rechtsanwälten: Ziel, Rahmen, Taktung, Themenführung, Dokumentation.
2. Schriftverkehr Textarbeit für Schreiben an Kind, Fachkräfte und Rechtsanwälte: Struktur, Kernpunkte, Beleglogik, Eskalationsschwellen.
3. Auftreten und Reaktionsmanagement Handlungsrahmen für Verhalten in Kontaktsituationen, Gesprächen und Verfahren: Rollenklärung, Grenzen, Konsequenzlogik, Deeskalationspfade.
4. Stellungnahme zu Gutachten Prüfung der Methodik und Schlussketten, Herausarbeitung von Widersprüchen und Logikbrüchen, Ausarbeitung einer Stellungnahme mit Bezug zur gerichtlichen Fragestellung.
Ein Vorgespräch dauert ca. 15 bis 30 Minuten, ist stets kostenfrei und unverbindlich.


Kommunikationssteuerung, mündlich und schriftlich
Ich unterstütze Sie bei der Entwicklung von Handlungsoptionen, einzelnen Schritten und Strategien für folgende Themenfelder:

Kommunikation mit dem Kind
- Welche Kontaktmöglichkeiten sind bei Kontaktverweigerung in Ihrem Fall realistisch, um Kontakt zu halten oder schrittweise wieder aufzubauen.
- Wie Sie auf Aussagen reagieren, die aus Loyalitätskonflikt und Kontaktsteuerung entstehen, ohne Gegeneskalation und ohne Positionskampf.
- Wie das Ausbleiben von Antworten zu deuten ist und welche Optionen bleiben vorhanden?
- Wie Sie Umgang und Kontakt strukturieren: Rahmen, Ablauf, Übergänge, Themenführung, Dokumentation.
- Wie Sie mit Ablehnung und Aggression umgehen: Reaktionslogik, Grenzen, Konsequenzen, Deeskalationsschritte.
- Wie Sie Kommunikation während und zwischen Umgängen steuern: Frequenz, Kanäle, Inhalte, Verlässlichkeit.
- Wie Sie in Notsituationen handeln: Prioritäten, Absicherung, Dokumentation, Einbindung zuständiger Stellen.

Kommunikation mit Fachkräften und Institutionen
- Wie Sie Kommunikation mit Gericht, Verfahrensbeistand, Umgangspfleger und Gutachter strukturieren, mündlich und schriftlich: Ziel, Zuständigkeit, Anknüpfungstatsachen, Dokumentationslogik.
- Wie Sie Termine führen: Rollenklärung, Themenführung, Protokollführung, Nachbereitung, Eskalationsschwellen.
- Wie Sie bei Auffälligkeiten in Gutachten oder Berichten vorgehen: Befundprüfung, Widerspruchsstellen, fehlende Anknüpfung, Schlussketten.
- Wie Sie Stellungnahmen zu Gutachten und Berichten aufbauen: Gliederung, Belege, Prüfmarken, Bezug zur gerichtlichen Fragestellung, Anträge und Fragen für den Fortgang.

Kommunikation mit dem anderen Elternteil
- Wie Sie Interaktion steuern: Rollenklärung, Zieldefinition, Grenzen, Reaktionslogik bei Provokation und Themenwechsel.
- Wie Sie Übergaben strukturieren: Ablauf, Zeitfenster, Ort, Zeugenlogik, Dokumentation, Eskalationsschwellen.
- Wie Sie in offiziellen Terminen kommunizieren: Gesprächsführung, Themenführung, Protokollpunkte, Anschluss an Aufträge und Zuständigkeiten.
- Wie Sie auf Aggression reagieren: Deeskalationspfad, Abbruchkriterien, Absicherung, Nachdokumentation.
- Wie Sie Schriftkommunikation führen, WhatsApp und E Mail: Kanalregeln, Textstruktur, Kernbotschaft, Beleglogik, Umgang mit Triggern.
In der Beratung erarbeiten oder stärken Sie Ihre Handlungsfähigkeit: agieren, reagieren, Grenzen setzen, Konsequenzen umsetzen.

Handlungsfähigkeit und Verhaltenssteuerung im hochstrittigen Trennungskontext.
Kongruenz im Auftreten und Verhalten als Stellgröße bei Kontaktvermeidung, Loyalitätskonflikt und Eskalationsschleifen.
In der Beratung erarbeiten Sie Verhaltensoptionen und Reaktionslogik für wiederkehrende Situationen. Fokus liegt auf Steuerbarkeit, Dokumentationsfähigkeit und Anschluss an Verfahrenskontexte.
Arbeitsbausteine:
- Wortwahl und Satzlogik
- Formulierungsrahmen für Gespräche und Schriftverkehr
- Gesprächsführung auf Sachebene und Beziehungsebene
- Körpersprache, Mimik, Gestik, Haltung
- Stimme, Tempo, Pausen, Setzung
- Selbstbeobachtung und Fremdbeobachtung als Auswertungskriterien
Ergebnis sind Handlungsroutinen für den Umgang mit dem Kind, mit Fachkräften, in Terminen und im Kontakt mit dem anderen Elternteil und dessen Umfeld.

Stellungnahmen/Expertise zu Gutachten in Familiensachen
Familienpsychologische Gutachten zeigen in der Praxis wiederkehrende Schwachstellen, die in Verfahren relevant werden können. Maßstab sind Fragestellung, Erhebungsgrundlagen, Ableitungslogik und Anschlussfähigkeit an den gerichtlichen Auftrag.
Wenn ein Gutachten Zweifel auslöst, lassen sich in einer Stellungnahme unter anderem folgende Aspekte herausarbeiten: Unstimmigkeiten und Widersprüche zwischen Erhebung, Befund und Schlussfolgerung, Auslassungen von Sachverhalten und Kontextfaktoren, fehlende oder ausweichende Beantwortung der gerichtlichen Fragestellung, Brüche in der Logik, unklare Gewichtung von Informationen, Beleglücken, fehlende Quellenlogik, unklare Methodik.
Eine Stellungnahme liefert dem Gericht eine strukturierte Prüfperspektive auf das Gutachten, ohne Spekulation über Motive. Wenn Anhaltspunkte für Befangenheit behauptet oder geprüft werden sollen, erfolgt das getrennt, mit Kriterien und Bezug zum Akteninhalt.
Ich unterstütze Sie bei der fachlichen Prüfung, der Strukturierung der Einwände und der Ausarbeitung einer Stellungnahme mit Bezug zur gerichtlichen Fragestellung.
Fachberatung bei Eltern Kind Entfremdung für betroffene Elternteile und Familienmitglieder
Verstrickungen klären, Handlungsspielräume aufbauen
Für betroffene Elternteile und Familienmitglieder
Von Eltern-Kind-Entfremdung betroffene Eltern, Großeltern, Geschwister und weitere Familienmitglieder stehen oft vor zwei parallelen Herausforderungen: Kontaktsteuerung durch den anderen Elternteil und geringes oder ineffektives Eingreifen durch zuständige Stellen. Für das Kind entsteht dabei ein Loyalitätskonflikt mit Kontaktvermeidung, Rückzug oder Widerstand in Umgangssituationen. Das erschwert Beziehungsgestaltung und Kontinuität, bis zum Kontaktabbruch.
Eltern-Kind-Entfremdung wirkt häufig in weitere Lebensbereiche hinein, etwa in Alltagstaktung, Arbeitsfähigkeit, Gesundheitszustand, Partnerschaft und Familienorganisation.
Diese Konstellationen folgen meist wiederkehrenden Mustern: Kommunikationsschleifen, Eskalationspfade, Koalitionsbildung, Loyalitätsdruck, institutionelle Anschlussfehler. Wenn Fachwissen und Verfahrenskompetenz in beteiligten Stellen nicht ausreichen, entstehen zusätzliche Reibungsverluste: unklare Aufträge, wechselnde Zuständigkeiten, fehlende Prüfkriterien und Dokumentationslücken.
Aufgabe der Fachberatung
Die Beratung schafft Struktur in einer Falllage, die häufig durch Fremdsteuerung, Reaktionszwang und institutionelle Trägheit geprägt ist. Ziel ist nicht Überzeugung, sondern Steuerbarkeit: Handlungsspielräume erkennen, priorisieren und als Prozessschritte umsetzen, mit Blick auf Kind, Verfahren und Alltag.
Sie erarbeiten eine Vorgehenslogik, um Kommunikationswege mit Kind, Fachkräften und zuständigen Stellen zu führen: Zieldefinition, Kanalwahl, Taktung, Themenführung, Dokumentation, Eskalationsschwellen. Damit reduzieren Sie Reaktivität und erhöhen Anschlussfähigkeit in Gesprächen und schriftlichen Abläufen.
Parallel entwickeln Sie Verhaltensroutinen für Kontakt und Termine: Rollenklärung, Grenzen, Konsequenzlogik, Deeskalationspfade. Das stabilisiert die eigene Handlungsfähigkeit und entlastet Alltag und Familiensystem, einschließlich Partnerschaft und Familienorganisation.
Die Eltern-Kind-Entfremdung ist eine ernstzunehmende und vom EGMR anerkannte Form der seelischen Kindesmisshandlung.
Wenn Ihr Kind und Sie zu Opfern dieser Gewaltform geworden sind, können wir gemeinsam mögliche Wege aus der Entfremdungsspirale erarbeiten.
